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- Bericht zum Fortschritt des Projekts September 2008
- Anfang August wurde in den Dörfern, die für das Projekt
ausgesucht wurden, eine umfangreiche Befragung durchgeführt, um die
Lebensumstände der Menschen zu erfahren und ihr Interesse an
unserem Projekt. Die fünf Interviewer kamen alle aus dem Raum
Mopti und beherrschten alle erforderlichen Sprachen.
- Mit Madame Fatimata Sangare, Herrn Mamadou Kone und den
fünf malischen Mitarbeitern war auch Frau Helga Schmiedberger,
Mitglied im Verein "Das Maliprojekt", Soziologin dabei.
Die Zusammenarbeit aller klappte vorzüglich, in diesem
Newsletter finden sich auch das eindrucksvolle Foto der
Versammlung mit dem Bürgermeister und unserer Madame Fatimata Sangare
und einige der bezaubernden Fotos der Kinder, die sich
über die Schreibblöcke freuen. Sie lernen rasch und
gerne, sagt Frau Schmiedberger.

- Hier ein kurzer Bericht von ihr:
- Fatima und Mamadou sind echt gute Organisatoren,
wir sind jetzt den dritten Tag in Mopti und so viel ist
schon passiert. Am ersten Tag waren wir in allen 3 Dörfern,
es gab jeweils eine Versammlung mit den Dorfchefs und
den BewohnerInnen, sie wurden über das Projekt informiert.
Es wurde gesprochen und in allen 3 Dörfern auch für
einen guten Ausgang gebetet. Die Interviewer wurden
zu einer Vorbesprechung eingeladen, am Abend wurden
alle Fragen gemeinsam durchgegangen, gestern sind sie
in die Dörfer ausgeschwärmt, am Abend haben wir die
Resultate angesehen und Anregungen für Verbesserungen
gegeben. Am 2. Tag waren wir auch in den Dörfern; haben
geschaut wie es den Interviewern geht, Fatima hat eine
Frauenversammlung in einem Dorf gemacht und ihnen ihr
Alphabetisierungsprogramm erklärt, das echt großartig,
weil sehr umfangreich, klingt.
- Heute oder morgen werden wir mit den Kindern zeichnen
und fotografieren.
- Soweit ihr kurzer Bericht.

- Die Kinder der Pfarre Laab im Walde haben
für die Kinder der Dörfer die Deckblätter kleiner
karierter Blöcke und Bleistifte bemalt. Die Kinder
in Mali haben kleine Zeichnungen mit diesen Bleistiften
auf ein Blatt gemalt für die Kinder in Laab am Wald.
Die Fotos und die Zeichnungen sind das große Danke
und vielleicht der Beginn eines Austauschs.

- Herr Mamadou schreibt aus Mopti:
Die Bevölkerung der 3 Dörfer ist bereit für das
Projekt (Alphabetisierung und Gesundheitsvorsorge),
das gilt für die Frauen genauso wie für die Männer und
Kinder.
- Madina ist ein ziemlich kleines Dorf, eigentlich
mittlerweile fast mit Tongorongo zusammengewachsen -
dort leben nur wenige Leute, davon ca. 10 Frauen.
Tongorongo ist das größte Dorf und die mehr als 400
Frauen sind alle durch die Frau des Dorfchefs sehr
motiviert. In Temedanga, das dritte Dorf war die Freude
am größten. Es liegt direkt am Niger, das ganze Dorf
hat uns zur Pinasse begleitet, natürlich auch der
Dorfchef mit seinen zwei Frauen. Wir haben auch
Alphabetisierungslehrer getroffen - in Tongorongo
gibt es 5 oder 6 und alle wollen mitmachen. Es hat
dort früher schon mal den Versuch eines Alphabetisierungsprojekts
gegeben, das aber heute nicht mehr funktioniert. Die
ehemaligen Lehrer könnten wir schulen und wieder
einsetzen.
- Soweit sein Bericht.
- Die große Herausforderung liegt bei den Kindern!!
- Und bei uns ist die stärkste Motivation etwas
zu ihrer Entwicklung beizutragen. Was kommt später
für diese Kinder? Werden sie mit ihren Kenntnissen
bessere, erfolgreichere Bauern sein und mehr zum
Wohlstand ihres Dorfes beitragen können? Werden sie Arbeit
in den Städten finden und an der Entwicklung ihres
Landes mitarbeiten können, Chancen im eigenen Land
finden? Welche Berufe oder Fortbildungsmöglichkeiten stehen
ihnen dann vermehrt offen?
- Für den Gesundheitsaspekt des Projekts:
besonders wichtig wäre Sensibilisierung in Hinblick
auf hygienische Maßnahmen (Toilette, essen und Trinkwasser),
Bau von Toiletten und Kanälen. Auch diese "baulichen" Dinge
spielen stark in den gesundheitlichen Aspekt hinein.
Was wird sich in den Dörfern jedes Jahr verändert haben?
Wie arbeitet unsere kleine Pinassen-arzt-station?
Das wird jedes Jahr erhoben werden, genauso wie Lehrer
und Mediziner genaue Berichte über ihre Arbeit abgeben
werden.
- Für das alles brauchen wir Geld und wir bitten
Sie alle darum. Sachspenden sind wegen des sehr
teuren Transports nicht geeignet. Auch ist es besser
für Mali, die benötigten Gegenstände im Land zu kaufen
oder herstellen zu lassen. Der Transport eines Möbels
kostet zum Beispiel das Vielfache der Summe, die man
benötigt, um das Möbel in Mopti zu kaufen.
- Wir bieten für einen Dauerauftrag zu Gunsten
des Projekts ab 10.-€ monatlich eine CD mit einem Bericht
über den Fortgang des Maliprojekts und vielen Bildern
aus Mali.
- Wir sind Mitglied bei GLOBALE VERANTWORTUNG,
Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre
Hilfe, somit angebunden an die großen und kleineren
NGOs und NPOs in Österreich und in Europa.